Herbstrollen mit Kürbis, Feigen und Erdnuss-Dip

Sommerrollen waren gestern – jetzt kommen die Herbstrollen! Mit geröstetem Kürbis, zartem Tofu und süßen Feigen wird das frische Reispapier zum perfekten Träger für alle Aromen der goldenen Jahreszeit.


Kommentare
Teilen
Facebook
Pocket
E-Mail
0
Kommentare
Facebook
Pocket
E-Mail
Zwischenablage

Benötigte Zutaten

4 Portionen

    Die Blätter fallen, die Tage werden kürzer – und trotzdem muss nicht automatisch die Zeit der schweren Eintöpfe anbrechen. Manchmal braucht der Körper auch im Herbst etwas Leichtes, Frisches, das trotzdem satt macht und wärmt. Genau hier kommen diese Herbstrollen ins Spiel, die das Konzept der klassischen Sommerrollen clever erweitern und mit saisonalen Zutaten neu interpretieren. Statt Garnelen und Gurke wandern diesmal gerösteter Hokkaidokürbis, knuspriger Tofu und süße Feigen ins dünne Reispapier. Das Ergebnis? Eine bunte Mischung, die alle Sinne anspricht und beweist, dass gesunde Küche auch in der kälteren Jahreszeit alles andere als langweilig sein muss.

    Was diese Rollen besonders macht, ist die durchdachte Balance zwischen süß und herzhaft. Der Kürbis bringt seine natürliche Süße mit, während der Tofu für die nötige Substanz sorgt. Rotkohl knackt zwischen den Zähnen und gibt dem Ganzen Struktur, während die Feigen kleine Geschmacksexplosionen liefern – süß, saftig und mit dieser besonderen Note, die nur reife Herbstfeigen haben. Dazu kommen frische Kräuter und zarte Reisnudeln, die das Ganze zu einer richtigen Mahlzeit machen. Dass der begleitende Erdnuss-Dip eine Prise Zimt abbekommt, ist kein Zufall – er bindet alle Aromen zusammen und gibt den Rollen diese warme, herbstliche Note, die perfekt zur Jahreszeit passt. Übrigens: Falls du keine Feigen zur Hand hast, funktionieren auch Birnen, Äpfel oder sogar Weintrauben wunderbar. Die Grundidee bleibt dieselbe – verschiedene Texturen und Geschmäcker in einem handlichen, gesunden Paket zu vereinen.

    Kürbis und Tofu im Ofen vorbereiten

    Der erste Schritt ist entscheidend für den Geschmack der ganzen Rolle. Der Backofen sollte schon mal auf 180°C vorgeheizt werden, während du dich an die Vorbereitung machst. Sowohl Kürbis als auch Tofu werden in etwa fingerdicke Scheiben geschnitten – nicht zu dünn, damit sie nicht verbrennen, aber auch nicht zu dick, damit sie gut garen. Hokkaido hat den großen Vorteil, dass die Schale mitgegessen werden kann, was Zeit spart und zusätzliche Nährstoffe liefert. Nach dem Schneiden kommen beide Zutaten auf ein mit Backpapier belegtes Blech.

    Für die Würze wird in einer kleinen Schüssel eine Marinade aus Pflanzenöl, Sojasauce und einer Prise Zimt angerührt. Diese Mischung wird gleichmäßig über Kürbis und Tofu gestrichen – am besten mit einem Pinsel oder einfach mit den Händen verteilt. Der Zimt ist hier nicht nur Geschmacksgeber, sondern auch ein kleiner Trick: Er verstärkt die natürliche Süße des Kürbisses und gibt dem eher neutralen Tofu eine warme, herbstliche Note. Nach etwa 15 Minuten im Ofen sind beide Komponenten fertig – der Kürbis sollte weich sein und leichte Bräunungsspuren zeigen, der Tofu außen knusprig und innen noch zart.

    Frische Komponenten vorbereiten

    Während Kürbis und Tofu im Ofen brutzeln, ist Zeit für die restlichen Zutaten. Der Rotkohl wird in möglichst feine Streifen geschnitten oder geraspelt – je feiner, desto besser lässt er sich später rollen und desto angenehmer ist er im Mund. Rotkohl bringt nicht nur Farbe ins Spiel, sondern auch diesen charakteristischen, leicht erdigen Geschmack und ordentlich Crunch. Die Feigen werden in dünne Scheiben geschnitten, wobei darauf geachtet werden sollte, dass sie nicht zu reif sind – sonst werden sie beim Rollen matschig.

    Frühlingszwiebeln kommen in feine Ringe, und der Koriander wird von seinen Stielen befreit. Hier kann ruhig großzügig gearbeitet werden – frische Kräuter machen in solchen Rollen immer den Unterschied. Wer kein großer Koriander-Fan ist, kann auch Minze oder glatte Petersilie verwenden. Das Schöne an diesem Rezept ist seine Flexibilität: Fast jedes knackige Gemüse und jedes frische Kraut funktioniert.

    Reisnudeln kochen und Dip anrühren

    Die Reisnudeln werden nach Packungsanweisung in einem kleinen Topf gekocht. Meist sind das nur wenige Minuten, und sie sollten al dente sein – nicht zu weich, da sie in der Rolle noch etwas nachquellen. Nach dem Kochen werden sie abgeschüttet und können kurz abkühlen, während der Dip zubereitet wird.

    Für den Erdnuss-Dip werden in derselben kleinen Schüssel, die schon für die Kürbis-Marinade verwendet wurde, Erdnussbutter, Hoisin-Sauce, Sojasauce und eine Prise Zimt verrührt. Die Erdnussbutter sollte cremig sein – grobe Varianten funktionieren zwar auch, machen den Dip aber weniger gleichmäßig. Der Knoblauch wird direkt hineingehobelt – mit einer feinen Reibe geht das am besten, dann gibt es keine störenden Stückchen. Den Limettensaft direkt hineinpressen, das gibt die nötige Frische und Säure. Falls der Dip zu dick wird, einfach löffelweise Wasser hinzugeben, bis die Konsistenz stimmt – er sollte cremig sein, aber nicht zu flüssig, damit er an den Rollen haften bleibt.

    Rollen wie die Profis

    Jetzt kommt der spannendste Teil: das Rollen selbst. Das Reispapier wird kurz in kaltem Wasser eingeweicht – nicht zu lange, sonst wird es zu weich und reißt. Es sollte geschmeidig werden, aber noch etwas Biss haben. Dann wird es auf eine saubere Arbeitsfläche gelegt, und die Füllung kommt ins untere Drittel. Hier ist weniger oft mehr – wer zu viel hineinstopft, bekommt die Rolle nicht zu und sie platzt auf.

    Die Reihenfolge der Zutaten ist wichtig: Zuerst die Koriander-Blätter, dann die Feigenscheiben, gefolgt von Kürbis und Tofu. Der Rotkohl und die Reisnudeln kommen zum Schluss. Beim Aufrollen die Seiten zuerst einschlagen, dann straff, aber vorsichtig von unten nach oben rollen. Das Reispapier ist überraschend robust, aber an den Ecken und Kanten kann es schnell reißen. Mit etwas Übung geht es aber von alleine – und selbst wenn die ersten Rollen nicht perfekt aussehen, schmecken tun sie trotzdem.

    Zum Servieren werden die fertigen Rollen mit schwarzem Sesam bestreut – das sieht nicht nur hübsch aus, sondern gibt auch einen nussigen Geschmack dazu. Der Erdnuss-Dip passt perfekt, aber auch ein einfacher süß-saurer Dip oder sogar nur Sojasauce mit etwas Limettensaft funktionieren wunderbar. Diese Herbstrollen sind ein Beweis dafür, dass gesunde Küche alles andere als langweilig sein muss – und dass auch im Herbst frische, leichte Gerichte ihren Platz haben.

    Schreibe einen Kommentar
    Bitte anmelden, um einen Kommentar zu schreiben.
     
    Du 

    Bisher keine Kommentare
    Nach oben scrollen