Knusprige Kürbis-Quiche mit würzigem Feta

Wenn draußen die Blätter fallen, zaubert diese Kürbis-Quiche warme Herbstgefühle auf den Teller. Cremiger Hokkaido trifft auf würzigen Feta – ein unschlagbares Duo für gemütliche Abende.


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Benötigte Zutaten

4 Portionen

    Kürbis hat so seine eigenen Regeln. Während andere Gemüsesorten das ganze Jahr über verfügbar sind, macht er sich rar bis zum Herbst – und dann plötzlich ist er überall. Orange leuchtende Exemplare stapeln sich auf Märkten, in Hofläden und sogar vor Supermärkten. Kein Wunder, dass viele von uns dann erst mal ratlos dastehen: Was mache ich bloß mit diesem riesigen Ding? Die Antwort ist einfacher als gedacht, denn Kürbis ist deutlich vielseitiger als sein Ruf als Halloween-Dekoration vermuten lässt. Besonders der Hokkaido-Kürbis erweist sich als wahres Multitalent in der Küche – seine Schale ist essbar, das Fruchtfleisch wird beim Garen wunderbar cremig und der Geschmack ist mild genug, um auch skeptische Gemüter zu überzeugen.

    Diese Kürbis-Quiche mit Feta bringt all das zusammen, was den Herbst so gemütlich macht. Das warme Orange des Kürbis leuchtet durch die goldbraune Kruste, während der würzige Feta kleine weiße Tupfer setzt – schon beim Anschneiden wird klar, dass hier was Besonderes auf den Teller kommt. Dabei ist die Zubereitung erstaunlich unkompliziert. Hokkaido-Kürbis lässt sich problemlos verarbeiten, der Mürbeteig gelingt auch Backanfängern und die Füllung ist in wenigen Minuten zusammengerührt. Spannend ist dabei, dass sich die Aromen während des Backens wunderbar vermischen: Der milde Kürbis nimmt die Würze des Fetas auf, während die Sahne-Ei-Mischung alles zu einer cremigen Masse verbindet. Das Ergebnis ist eine Quiche, die sowohl als Hauptgericht als auch als Vorspeise eine gute Figur macht.

    Praktisch ist außerdem, dass diese Quiche auch am nächsten Tag noch schmeckt – sogar kalt. Das macht sie zur idealen Wahl für Meal-Prep-Fans oder alle, die gerne etwas vorbereiten möchten. Ob für den Sonntagsbrunch, das Abendessen mit Freunden oder einfach als Mittagessen im Büro: Diese Kürbis-Quiche ist ein echter Allrounder. Und mal ehrlich – gibt es etwas Schöneres als an einem trüben Herbsttag den Ofen anzuwerfen und zu wissen, dass bald der Duft von gebackenem Kürbis und Käse durch die Küche zieht?

    Den Mürbeteig richtig vorbereiten

    Fangen wir mit dem Fundament an: dem Mürbeteig. Hier entscheidet sich oft, ob die Quiche am Ende knusprig oder pappig wird. Mehl und Salz kommen zunächst in eine Schüssel, dann die kalte, gewürfelte Butter dazu. Wichtig ist wirklich, dass die Butter direkt aus dem Kühlschrank kommt – warme Butter macht den Teig klebrig und schwer zu verarbeiten. Das Ei wird untergeknetet, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig zäh. Der fertige Teig wird zu einer Kugel geformt, in Frischhaltefolie eingewickelt und wandert für 30 Minuten in den Kühlschrank. Diese Ruhephase ist kein Kann, sondern ein Muss – der Teig entspannt sich und lässt sich später viel besser ausrollen.

    Kürbis und Zwiebeln vorbereiten

    Während der Teig ruht, kann das Gemüse vorbereitet werden. Die rote Zwiebel und den Knoblauch klein hacken – hier darf es ruhig etwas rustikaler zugehen, perfekte Würfel sind nicht nötig. Beim Hokkaido-Kürbis ist das Schälen überflüssig, die Schale wird einfach mitgegessen. Den Kürbis halbieren, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Kürbiswürfel bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten anbraten. Sie sollen leicht bräunen und etwas weicher werden, aber noch Biss haben. Zwiebeln und Knoblauch dazugeben und kurz mitdünsten, bis sie duften. Das Gemüse vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

    Die cremige Füllung anrühren

    Sahne, Eier und geriebenen Käse in einer Schüssel verquirlen – das geht am besten mit einem Schneebesen. Die Mischung sollte schön glatt werden, ohne Klumpen. Dann kommen die abgekühlten Kürbiswürfel, Zwiebeln und Knoblauch dazu. Alles vorsichtig unterrühren und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat würzen. Bei der Würzung nicht zu sparsam sein – die Füllung darf kräftig schmecken, da sie sich beim Backen noch etwas abschwächt. Kurz probieren und nachwürzen, falls nötig.

    Teig ausrollen und Form vorbereiten

    Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Quicheform mit 28 cm Durchmesser einfetten – am besten mit Butter, die haftet besser als Öl. Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Hier gilt: lieber etwas zu groß als zu klein, der Teig sollte nicht nur den Boden bedecken, sondern auch den Rand der Form. Den Teig in die Form legen und vorsichtig andrücken, besonders in den Ecken. Überstehende Ränder können abgeschnitten oder nach innen umgeschlagen werden. Mit einer Gabel mehrere Löcher in den Teigboden stechen – das verhindert, dass sich der Teig beim Backen aufwölbt.

    Blindbacken für den perfekten Boden

    Wer einen richtig knusprigen Boden möchte, sollte den Teig blindbacken. Dazu wird er mit Backpapier belegt und mit getrockneten Hülsenfrüchten oder Backsteinen beschwert. Das verhindert, dass der Teig sich aufbläht. 10 Minuten bei 180 Grad backen, dann Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen. Der Teigboden sollte jetzt leicht gebräunt sein, aber noch nicht durchgebacken. Dieser Schritt ist optional, macht aber den Unterschied zwischen einer guten und einer richtig guten Quiche aus.

    Zusammensetzen und backen

    Die Sahne-Kürbis-Mischung gleichmäßig auf den vorgebackenen Teigboden verteilen. Den Feta in kleine Stücke zupfen und über die Füllung verteilen. Er darf ruhig ungleichmäßig verteilt sein – das sieht später rustikaler und appetitlicher aus. Die Quiche kommt für 30 Minuten in den Ofen. Sie ist fertig, wenn die Oberfläche goldbraun ist und die Füllung nur noch ganz leicht wackelt, wenn man die Form vorsichtig schüttelt. Nach dem Backen sollte die Quiche etwa 10 Minuten ruhen, bevor sie angeschnitten wird – so setzt sich die Füllung und läuft nicht aus.

    Servieren und aufbewahren

    Die Kürbis-Quiche schmeckt warm am besten, kann aber auch lauwarm oder kalt serviert werden. Dazu passt ein grüner Salat oder einfach ein Klecks Crème fraîche. Reste halten sich im Kühlschrank 2-3 Tage und können bei niedriger Temperatur (80-120 Grad) wieder aufgewärmt werden. Dabei darauf achten, dass die Quiche nicht austrocknet – notfalls mit Alufolie abdecken. Übrigens: Viele schwören darauf, dass Quiche am zweiten Tag sogar noch besser schmeckt, weil sich die Aromen über Nacht richtig verbinden können.

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